Posts mit dem Label #Galle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #Galle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. Mai 2017

Per Tuk Tuk von Galle nach Hikkaduwa

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die Strecke Galle - Hikkaduwa nur 20 km beträgt. Da stand für uns ganz schnell fest: Für die Fahrt nehmen wir ein Tuk Tuk.

Vor unserem Hotel, dem Fort Bliss, warteten sowieso die ganze Zeit welche und wir hatten uns vorher schlau gemacht, was die Preise anbelangt. Eine Tuk Tuk Fahrt sollte etwa 1000 Rupien kosten.

Trotz meiner Verhandlungskünste bekamen wir aber kein günstigeres Angebot als 1200 Rupien. Aber das schien uns dann auch okay und so fuhren wir heute früh per Tuk Tuk zu unserem Strandhotel in Hikkaduwa, dem Roman Beach.

Die Fahrt dauerte 35 Minuten. Wir hatten unseren Spaß, und unser Fahrer Akile auch 😃





Weltkulturerbe Galle

Bereits vor der Kolonialisierung durch die Portugiesen um 1580 war Galle (sprich: Galle, Goohl ist die englische Aussprache) ein bedeutender Seehafen, der von Persern, Arabern, Griechen, Römern, Malaien und Indern für ihren Handel rege genutzt wurde. Im Jahr 1292 soll sogar Marco Polo auf seinen Reisen hier Station gemacht haben!

1640 besiegten die Holländer die Portugiesen und bauten das Fort ab 1649 zum größten europäische Festungsbau in Südostasien aus.

1988 wurde die Altstadt von Galle zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Aus gutem Grund: Innerhalb der Festungsmauern liegt eine Welt, in der die Uhren anders zu ticken scheinen. Die Kulisse, die sich dem Besucher bietet, hat mit dem Rest der Insel nichts gemein. Sind wir noch in Sri Lanka oder im Holland des 18. Jahrhunderts?

Das westliche Tor, Old Gate
Hier muss man durch, um in die Festung zu gelangen.
Wenn man das zweite Tor in der dicken Festungsmauer passiert hat,
liegt links der Gerichtshof mit seinem schönen Vorplatz,
rechts das Maritim-Museum.
Court Square

Die Altstadt ist übersichtlich, man kann das ca. 50 Hektar große Areal an einem Nachmittag erforschen. Wir haben uns mehr Zeit genommen und es nicht bereut.

Der Wall mit seinen Bastionen und der Leuchtturm waren unsere ersten Ziele, denn unser Hotel, das Fort Bliss, liegt in unmittelbarer Nähe des Leuchtturms. Ursprünglich wurde dieser älteste Leuchtturm Sri Lankas 1848 erbaut, aber 1934 durch ein Feuer zerstört. Nach dem Wiederaufbau ist er bis heute in Betrieb.



Besichtigen sollte man auch die große Moschee Meera Jumma Masjid, ...

Vom Wall aus zwischen Flag Rock und Fort Utricht Bastion fotografiert.
... den buddhistischen Tempel Sri Sudharmalaya Vihara, ...

Clippenberg Bastion im Hintergrund



... die Holländische Reformierte Kirche von 1640 (Groote Kerk, saniert um 1750) ...


Die Fotos entstanden an unterschiedlichen Tagen.
... und die All Saints Church im gotischen Stil von 1868.


Man sieht schon: Innerhalb der Mauern des Forts findet man ein buntes Gemisch an Religionen, allerdings hatte ich das Gefühl, dass die meisten Gastronomiebetriebe von Moslems geführt werden. Es gibt nämlich kaum ein Restaurant, in dem Alkohol ausgeschenkt wird.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Nationalmuseum, das Maritime Archäologische Museum und der Glockenturm. Wobei: Eigentlich ist jedes der pittoresken Gässchen eine Sehenswürdigkeit für sich.

Noch ein "Museum": Das Historical Mansion Museum bietet nur wenige
Ausstellungstücke, dafür aber viele Souvenirläden und Schmuckgeschäfte
sowie gastronomische Betriebe.
Eine ähnlich bunte Mischung wie die Religionen sind die Menschen, denen man begegnet: Natürlich gibt es viele Touristen, aber auch Einheimische und Ex-Pats, die sich hier ihren Lebensunterhalt verdienen, sei es als Künstler, Yoga-Lehrer, Boutique-Besitzer, Juwelier, Restaurant- und Barbetreiber, fliegender Händler, Brotverkäufer, oder oder oder ...


Willst du mal probieren?



Auch wird hier gerne geheiratet. Kein Wunder: Die Kulisse eignet sich perfekt für Hochzeitsfotos.


Meine erste Braut während der Sri Lanka Rundreise hatte ich in Kandy gesehen.

An unserem zweiten Tag machten wir einen Abstecher in die neue Stadt jenseits der Festungsmauer. Der fiel kurz aus, denn es war laut, überfüllt und hektisch.




Selbst der Fischereihafen mit dem dazugehörigen Markt wirkte irgendwie in natura nicht idyllisch. Insofern vermitteln die Fotos ein nicht ganz korrektes Bild der Wirklichkeit. 😏



Wir waren schnell wieder zurück in der relativen Beschaulichkeit der alten Festung, schlenderten noch einmal über die Festungswälle und wunderten uns zum wiederholten Male über die Namen der Bastionen: Neptun, Triton, Moon, Sun, Star, ...

Und nachdem wir schon mehrmals am Il Gelato in der Pedlar Street vorbeigelaufen waren, gab es dann endlich ein Eis - köstlich!


Am nächsten Tag sollte es weiter gehen nach Hikkaduwa. Mehr dazu hier.

Hier noch eine Übersichtskarte vom Fort Galle.



Mittwoch, 3. Mai 2017

Die Fahrt von Ella nach Galle

Es stand die Überlegung an, mit dem Bus diese Strecke zurückzulegen. Allerdings wäre dann 1 x Umsteigen in Tangalle nötig gewesen und wir hätten auch früh aufstehen müssen. Wer meinem Blog folgt, weiß, dass das etwas ist, was wir wann immer möglich vermeiden!

Natürlich hätten wir viel Geld sparen können, denn für den privaten Fahrer zahlten wir satte 11.000 Rupien. Aber wir gaben halt der Bequemlichkeit den Vorzug.

Wir verließen unser Hotel um 11 Uhr und machten ein paar Minuten später am Ravanna Wasserfall (auch Rawana Ella) einen Fotostopp.


Und nun ging es nur noch bergab. Bald wurden die Teeplantagen von Reisfeldern abgelöst.

Ella Gap - es geht nach unten.
In der Nähe von Tanamalwila wollte ich unbedingt die Wasserbüffel fotografieren, die es sich hier gut gehen ließen. Das ist halt auch ein Vorteil, wenn man mit einem privaten Fahrer unterwegs ist: Er hält, wenn man ihn darum bittet. 😏


Um Udawalla wird Zuckerrohr angebaut und die Gegend um Embilipitiya ist berühmt für ihre Bananen. Die Straßen waren voller Lastwagen, die Bananenstauden transportierten.

Nicht nur Lastwagen transportieren hier die Bananen.
Irgendwann war dann die Schule zu Ende und ich konnte nicht widerstehen und machte ein paar Aufnahmen von den Schülerinnen und Schülern in ihren adretten Schuluniformen.



In den Tonschalen auf der Abbildung unten wird Curd = Quark verkauft. Den hatte ich auch schon öfter zum Frühstück gegessen. Lecker. Ich fand die Tonschalen als Behältnis sehr originell. Sie werden übrigens nicht recycelt, es lohnt nicht, weil sie so billig sind (Aussage unseres Fahrers).

Curd ist man mit "honey", das ist ein Sirup (in den dunklen Flaschen).
Nur "Bee honey" ist Honig.
Hier sieht man ein bisschen mehr 😊
Das ist ein ausgesprochen großer Bäcker-Wagen,
den ich da unterwegs fotografiert habe.
Aber auch er dudelt "Für Elise" als Erkennungsmelodie.
Ab Matare nahmen wir dann für die restlichen 37 km die Maut-pflichtige Expressroad bis Galle. Dort kamen wir gegen 15 Uhr an, checkten in unserem Hotel ein, duschten und machten uns gleich auf zum ersten Erkundungsgang. Mehr darüber hier.


.